Nachwuchsforscher gewinnen mit Projekt für ulrich medical beim Bundesfinale „Jugend forscht“ den Preis des Bundespräsidenten

///Nachwuchsforscher gewinnen mit Projekt für ulrich medical beim Bundesfinale „Jugend forscht“ den Preis des Bundespräsidenten

Bei der Preisverleihung: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (2.v.l.), Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, Prof. Dr. Reimund Neugebauer (r.), Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, und Ministerpräsident Michael Kretschmer (l.) gratulieren den Bundessiegern (Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit) Jakob Rehberger (17, 3.v.l.) und Jonas Münz (16) aus Baden-Württemberg

Bild: Stiftung Jugend forscht e. V.

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Maschine zur Ultraschallentgratung für den Feinschliff an der Pedikelschraube

Ulm, Mai 2019. Für ihr Projekt „ultraTEC – und der Grat ist weg!“ in Kooperation mit ulrich medical erhielten Jonas Münz (16) und Jakob Rehberger (17) den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit beim diesjährigen Bundeswettbewerb „Jugend forscht“. Die beiden Schüler entwickelten für den Ulmer Medizintechnik-Hersteller ein Verfahren zum Entgraten von Pedikelschrauben, die bei Verletzungen der Wirbelsäule eingesetzt werden. Die starke Interdisziplinarität begeisterte die Jury. Für die Entwicklung der Ultraschall-Maschine haben die Nachwuchswissenschaftler Maschinenbau, Programmierung, Physik, Chemie und Biologie kombiniert.

Jakob Rehberger und Jonas Münz, beides Gymnasiasten der Kilian-von-Steiner Schule Laupheim, forschten seit Februar 2018 an einem Verfahren zum Entgraten von Schraubenimplantaten für die Wirbelsäule. Gemeinsam mit ulrich medical entwickelten die technikbegeisterten Jungs im Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Ulm eine Ultraschall-Entgratungsanlage speziell für Schrauben, die über eine Kanülierung und Perforierung für das Einbringen von Knochenzement verfügen. Am Schnittpunkt der Schraubenkanülierung mit den Perforierungen, entstehen scharfe Kanten, die mit der neuen Anlage sicher entgratet und gereinigt werden.

Mit ihrer Entwicklung überzeugten die beiden Jungforscher bereits im Februar 2019 die Jury des Ulmer Regionalwettbewerbs, einen Monat später die Jury des Landeswettbewerbs Baden-Württemberg in Fellbach. Angetreten waren die Nachwuchswissenschaftler im Fachbereich Arbeitswelt. Da in ihrer technischen Projektarbeit jedoch auch physikalische, chemische und biologische Einflüsse berücksichtigt werden mussten, verlieh die Jury ihnen den ersten Preis im interdisziplinären Fachgebiet. Durch ihren Landessieg Ende März haben sie sich für den „Jugend forscht“ Bundeswettbewerb qualifiziert. Mit dem Bundessieg am 19. Mai 2019 in Chemnitz gehören Jakob Rehberger und Jonas Münz nun offiziell zu den besten Nachwuchsforschern aller 16 Bundesländern.

Ein rundum gelungenes Kooperationsprojekt

Die beiden Gymnasiasten investierten viel Zeit in diese Arbeit und legten einen ausgeprägten Forschergeist an den Tag. Betreut wurden die beiden Schüler von zwei ulrich medical Mitarbeitern, dem Produktionsleiter Dieter Münz und dem Mechatroniker Özkan Demir. „Jakob und Jonas brennen für ihr Projekt“, freut sich Dieter Münz, der auch ehrenamtlicher Projektbetreuer beim Schülerforschungszentrum ist. „Jugendliche kommen auf Ideen, auf die Erwachsene nicht mehr kommen. Berufserfahrung macht manchmal auch blind.“

Im Schülerforschungszentrum entwickelten Jakob Rehberger und Jonas Münz eine Maschine, die die scharfen Kanten von Schraubenimplantaten mit Ultraschallwellen entfernt. Die Jungforscher testeten verschiedene Lösemittel, Temperaturen, Einstrahlwinkel wie auch Bestrahlungszeiten und analysierten die entgrateten Schrauben auf Rückstände und Keime. Ergebnis ihrer Forschungsarbeit ist eine vollautomatische, einsatzbereite Ultraschall-Maschine, die sauber entgratet und keimfreie Implantate liefert.

„Zwei weitere Exemplare der Anlage werden derzeit gebaut und sollen bei ulrich medical in der Produktion eingesetzt werden“, so Münz weiter. „Unsere gewerblichen Auszubildenden haben mehrere Bauteile gefertigt, die darin verbaut wurden. Ein rundum gelungenes Kooperationsprojekt!“

ulrich medical fördert Technikbegeisterung bei Jugendlichen

Die Förderung und Bildung von Kindern und Jugendlichen in Naturwissenschaften und Technik hat bei ulrich medical Tradition. Neben Schulpartnerschaften und dem Angebot von Schnupperpraktika ist das international erfolgreiche Familienunternehmen seit 2015 Mitglied beim Schülerforschungszentrum Südwürttemberg, um junge Talente aus dem MINT-Bereich zu fördern. In den vergangenen Jahren hat der Ulmer Medizintechnik-Hersteller mehrere Projekte unterstützt, die es bis ins Landes- und Bundesfinale von „Jugend forscht“ geschafft und einige Auszeichnungen erhalten haben.

Über ulrich medical

ulrich medical entwickelt, produziert und vertreibt seit seiner Gründung als Familienunternehmen 1912 innovative Medizintechnik. Mediziner und Anwender weltweit vertrauen auf die über 100-jährige Expertise. Als einer der wenigen in der Branche setzt das Unternehmen aus Ulm auf „Made in Germany“ und entwickelt und produziert seine Produkte in Deutschland. ulrich medical ist Spezialist in den Produktbereichen Wirbelsäulensysteme und Kontrastmittelinjektoren. Der Bereich Wirbelsäulensysteme entwickelt, produziert und vertreibt weltweit erfolgreich Implantate, die vorwiegend aus Titan gefertigt sind. Sie kommen bei Verletzungen und Erkrankungen der gesamten Wirbelsäule zum Einsatz. Auf dem Gebiet der Kontrastmittelinjektoren für CT und MRT bietet ulrich medical speziell entwickelte Anwenderlösungen, die Radiologen bei der modernen bildgebenden Diagnostik zuverlässig unterstützen. Ihre bedienerfreundliche Handhabung, die hervorragende Qualität und nachgewiesene hygienische Sicherheit machen sie im Praxisalltag unverzichtbar.

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